Die Grundannahmen von F.M. Alexander fanden theoretische Bestätigung durch
die Arbeiten des Neurophysiologen C.H. Sherrington, der Anatomen R.A. Dart und
G.E. Coghill und des Pharmakologen R. Magnus.
Bekannte Persönlichkeiten haben sich öffentlich für die Alexander-Technik
eingesetzt und auf ihre Bedeutung hingewiesen, so z.B. der Nobelpreisträger für
Medizin Nicolas Tinbergen, die Schriftsteller George Bernard Shaw und Aldous
Huxley.
In zahlreichen Untersuchungen erfolgte der experimentelle Nachweis der
Wirksamkeit der Alexander- Technik.
Dr. W. Barlow bewies als erster durch seine Analyse von Photoreihen, wie die
Alexander-Arbeit Haltungsschäden korrigieren kann.
Prof. F.P. Jones führte mit Unterstützung des U.S. Health Service und der Carnegie
Foundation ein siebenjähriges Versuchsprogramm an der Tufts Universität in den
USA durch.
Angewandte Untersuchungsmethoden waren: Chronometrische
Mehrfachphotographie der Bewegungsabläufe, Tonspektrographie und Angaben
der Versuchspersonen über ihre Bewertung kinästhetischer Effekte.
In jüngster Zeit wurden diese Experimente unter verbesserten und zeitgemäßen
Versuchsbedingungen von Prof. Finn-Boyson-Moller an der Universität
Kopenhagen/Dänemark wiederholt, ebenso von Dr. David Garlick, School of
Physiologie and Pharmacology, Univertsity of South Wales/Australien und von
Chris Stevens und Dr. Roger Soames, Kings College, University London/England.
In allen Versuchsreihen zeigten sich nach Unterweisung der Versuchspersonen mit
den Alexander-Prinzipien signifikant positive Veränderungen physiologisch
wichtiger Kenngrößen. Sie belegen, dass Muskelbewegungen effektiver und
schneller werden, der Körperschwerpunkt sich nach hinten verlagert, die
Körperlänge und Schulterbreite zunehmen. Durch Stress bedingter Bluthochdruck
wird wirksam gesenkt.
Forschungsarbeiten zur F.M. Alexander-Technik
Befragungen von Klienten und Klientinnen über die Auswirkungen von AT-
Lektionen hinsichtlich Rückenschmerzen, Atemprobleme, Stressanfälligkeit,
Blutdruck, Beweglichkeit, Umgang mit Krankheitssymptomen (z.B. Parkinson):
- Timothy W. Cacciatore u.a., 2005, Alexander-Technik bei Haltungsproblemen und
Schmerzen im unteren Rücken. Ein wissenschaftlicher Fallbericht
- Chloe Stallibrass u.a., 2002, Studie über Alexander-Technik bei Parkinson
Erkrankung
- John A. Baron, 2001, AT am Arbeitsplatz (AmSAT News, Issue 53)
- Ronald J. Dennis,1999, Verbesserung des Gleichgewichtes bei älteren Frauen
(STAT)
- Chloe Stallibrass,1997, Umgang mit Parkinsonerkrankung (STAT)
- Michael Nielsen, 1994, Stressmanagement bei professionellen Musikern
(AmSAT)
- Helen Jellicoe, 1994, Chronische Rückenschmerzen (SVLAT-Blatt Nr.45)
- Judith C. Stern, 1992 , Fallstudie, Schmerzkontrolle nach 20 Jahren chronischen
Schmerzen (AmSAT)
- John H.M. Austin, Pearl Ausubel, Verbesserte Funktion der Atemmuskulatur
(AmSAT)
- Keren Fischer, 1988, Chronische Schmerzen (AmSAT)
- Deborah Caplan, 1980, Haltungsmanagement bei Skoliose in der Adoleszenz
und im Erwachsenenalter (AmSAT)
Naturwissenschaftliche Studien über anatomische und physiologische
Auswirkungen der AT (messbare Veränderungen)
- David Garlick, diverse Studien, u.a. zu Haltung, Atmung (GLAT)
- Chris Stevens, diverse Studien über Haltung und Bewegung (GLAT)
- Frank Pierce Jones, 1965, Veränderung von stereotypen Reaktionsmustern
(GLAT)
- Wilfried Barlow, 1955 Korrektur von Haltungsschäden (GLAT)
Stand Februar 2006