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F.M. Alexander - die Person hinter der Methode

Frederick Matthias Alexander (geboren 1869 in Tasmanien, gestorben 1955 in London) gilt als Pionier auf dem Gebiet der Methoden, die den Menschen als psychophysische Einheit erfassen. Er begann eine erfolgreiche Karriere als Schauspieler und Rezitator, sah sich jedoch zunehmend mit Heiserkeit bis zu völligem Stimmversagen konfrontiert. Er suchte Rat bei verschiedenen Ärzten und Stimmbildern, doch der Erfolg blieb aus. Diese existenzielle Herausforderung liess ihn zum Forscher werden. Aufgrund genauer Beobachtungen und Experimenten an sich selbst fand er heraus, mit welchem Verhalten er die immer wiederkehrende Heiserkeit verursachte. In der Folge entwickelte F.M. Alexander auf erfahrungswissenschaftlicher Grundlage eine Methode, mit der er sich selbst und später vielen anderen Menschen helfen konnte. Zu seinen Schülern gehörten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Medizin, Kunst, Philosophie und Pädagogik und Politik. Alexanders Prinzipien haben bis heute ihre Gültigkeit; seine Methode wurde durch Erkenntnisse der neueren Forschung in der Neurophysiologie, Anatomie und Medizin bestätigt.

Literatur von F.M. Alexander

Man’s Supreme Inheritance (1910). Alexander schreibt hier über die Evolution der Menschheit, welche in ihrer wichtigsten Phase den Schritt von der unbewussten zur bewussten Kontrolle von Geist und Körper vollzogen hat. Somit gilt es, dieses Bewusstsein als menschenspezifisches Potential zum Nutzen des einzelnen und der Menschheit einzusetzen.
Constructive Conscious Control of the Individual, 1923 / Die konstruktive bewusste Kontrolle des individuellen Menschen, Karger-Verlag, 2006. Alexander entwickelt in diesem Buch eine evolutionsgeschichtliche Abhandlung über die Einschätzung der Sinneseindrücke durch den Menschen. Er zeigt darin auf, dass wir als heutige Zivilisationsmenschen verlernt haben, Sinneseindrücke richtig zu interpretieren.
The Use of the Self,1932 / Der Gebrauch des Selbst, Karger-Verlag 2001. In diesem Buch beschreibt Alexander die Entwicklung seiner Technik. Er vollzieht dies in der Rückschau, ist er doch zu diesem Zeitpunkt bereits 63 Jahre alt und schon während vieler Jahre als Lehrer seiner Technik tätig. Alexander stellt darin seine praktischen Entwicklungsschritte dar, stets verbunden mit den dazugehörigen theoretischen Reflexionen. Darin eingeschlossen sind zwei Fallgeschichten aus seinem Unterricht ("The golfer who cannot keep his eyes on the ball" und "The stutterer"), in welchen er wiederum Praxis und Theorie seiner Technik vermittelt.
The Universal Constant in Living, 1941 / Die universelle Konstante im Leben, Karger-Verlag, 2000. Alexander befasst sich darin fast ausschliesslich mit seiner Entdeckung, der Primären Steuerung: Von Natur aus ist der menschliche Organismus fähig, sich fortlaufend zu koordinieren und mit stets adäquatem Energieaufwand zu funktionieren. Die Qualität dieses ausbalancierenden Mechanismus ist unmittelbar von der Verbindung zwischen Kopf und Wirbelsäule abhängig. Wenn der Kopf sich ungestört bewegen und dabei die Wirbelsäule ebenso unbehindert in ihrer Länge folgen kann, stellt sich das angemessene Mass an Muskelspannung für jede Aktivität automatisch im ganzen Körper ein.